
Ich hätte es nicht für möglich gehalten und es war auch nie geplant gewesen:
Ich war zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Konzert bei dem Tänzerinnen auf der Bühne waren!
Ich dachte ich traue meinen Augen nicht, als vier in schwarze Schuluniformen gekleidete Mädchen auf die leuchtend pink-farbene Bühne sprangen und in Cheerleader-Manier Beine und Hüften schwingen ließen. Was um alles in der Welt war das???
Nur kurze Zeit später – man hatte sich an die menschlichen Flummis schon ein bisschen gewöhnt – tauchte dann mit wehenden blond-pinken Haaren der einsfünfzig große Wirbelwind auf, für den diese perfekt durchgeplante Show organisiert wurde: Avril Lavigne.
Ich weiß was du denkst: Bitte was? Du warst auf einem Avril Lavigne Konzert? Mit wem als Supportband? Den Killerpilzen? Sprechen wir gerade über denselben lächerlich einfallslosen, für Menschen über 15 Jahren bedingt geeigneten Teenie-Pop?
Ja.
Ja.Ja.Ja.
Aber bevor du mich jetzt aus deinem Adressbuch radierst gib mir Gelegenheit mich zu Verteidigen: ES WAR NICHT MEINE IDEE! Ich bin da einfach nur so reingerutscht. Eigentlich wollte ich ja nur mit Catherine ein bisschen im Stadtpark flacken und über Gott und die Welt – beziehungsweise über Uni und Popkonzertbesucher quatschen. Aber durch eine Reihe unglaublich, unwahrscheinlicher Zufälle fand ich mich am Ende des Tages mit Olaf in sicherem Abstand zur Bühne und sichere Nähe zum Bierstand auf einem Konzert wieder, dass von zwölfjährigen Tokio-Hotel-T-shirt-Trägern und ihren Eltern bevölkert wurde.
Und ich muss zugeben, es war durchaus amüsant. Eine Erfahrung auf jeden Fall. Wie gesagt: Ich war auf einem Konzert bei dem Tänzerinnen auf der Bühne waren – zum ersten Mal in meinem Leben – und auch zum letzten Mal.
Versprochen!

2 comments:
:-)
hab auch einen kleinen schreck bekommen, als ich das foto vom konzert im hamburger abendblatt sah. im CCH damals war das doch alles noch sehr viel unspektakulärer. ohne tänzerinnen und ohne kids mit tokio hotel-t-shirts und so. eher mädchen mit no angels-fan-utensilien. na ja, und etwas älteren männlichen punk-prolls.
bin ja auch immer noch nicht sicher, ob the enemy für menschen über, sagen wir, 17 so wahnsinnig geeignet sind, aber da ich gerade (the) blondelle(s) höre, und mich tatsächlich an ihnen erfreue, warte ich einfach mal bis donnerstag ab... ;)
das letzte mal (bei avril) waren übrigens our lady peace vorband. so einen ungeeigneten support act habe ich selten erlebt.
die kids müssen einen schreck fürs leben bekommen haben; vielleicht blieb es deshalb still in der halle als die band (mehrere male) fragte "are you against the war?" ... oder es war doch diese fremde sprache...
Post a Comment