Da stand ich, irgendwo in der Menge des buntgemischten und völlig begeisterten Publikums und konnte nicht anders als dahin schmelzen. Es war einfach zu viel: die wundervolle, einzigartige Stimme von Sam Beam und die überraschend ernsthafte Emotionalität in seinem Gesicht, der großartige Sound der Band, die hinreißende Instrumentierung, die verzaubernden Songs und ihre poetischen Lyrics, die wunderschönen Instrumentalparts, die tolle Stimmung im Publikum und, und, und. Es drehte sich nur um die Musik, keine Show sondern ernsthafte Konzentration. Ich war selbst überrascht welche Genugtuung solche Konzerte fernab der wohlbekannten und geliebten Indie-Rock-Gesten sein können. Ein Konzert wie ein Monet-Gemälde. Musikalisch beinahe makellos, mit zweistimmigem Gesang, unerwarteten Gitarrensounds, Petal-Steel, Geige, Klavier, E-Kontrabass, Akkordeon, Kongas, Glockenspiel, Xylophon und sogar diesen lächerlich einfachen Klanghölzern. (Also bitte, wer hat im Musikunterricht nicht über dieses Instrument gelacht...) Ein Sound wie von CD und doch verfeinert mit lebendigen längeren Instrumentalparts und Bass- und Gitarren-Soli die man auf der Platte vergeblich suchen würde...
Wie bereits erwähnt, es mag an meiner erhöhten Emotionalität in den letzten Tagen liegen (und die mag man mir verzeihen...), aber ich war einfach nur gerührt und begeistert, gefesselt und in hohem Maße erfreut. Mehr davon, bitte!




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