Da liegt es vor mir, in all seiner schrecklichen Salatblatt-garnierten Schönheit und lacht mich höhnisch aus. Teller an Teller mit wohl portioniertem Fingerfood. Wälder von Zahnstochern, die senkrecht zum Himmel ragen. Schwerbeladene Schaschlik-Spieße, die sich elegant am Tellerrand kreuzen. Eine Armada voller Brotschiffchen. Berge voller Blätterteigschnecken. Doch hinter jedem Bissen lauert das Unheil.Ich weiß noch wie einfach es früher war. Früher war alles was gut aussah essbar. Alles war möglich und wer nicht wagt der nicht gewinnt... Und heute? Heute ist jede Teigtaschen prinzipiell der Feind. Jeder noch so kleine bräunliche Punkt lässt mich zurückschrecken. Von jeder nicht klar zu definierenden Masse geht potenziell eine Gefahr aus.
Ich bleibe also stehen, recke meinen Kopf, gehe unschlüssig auf und ab und am Ende nehme ich nur ein paar der Deko-Trauben von den überladenen Silberplatten...
Das grausame Schicksal eines Vegetariers.

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