2008/04/30

Der Barde des 21. Jahrhunderts

Er singt Lieder über die Menschen für die Menschen. Erzählt Geschichten, teilt Gedanken. Und wir hängen wie gefesselt an seinen Lippen es zu hören. Er ist nicht einer dieser Klangpoeten die sich minutenlang im romantischen Selbstmitleid einer zerbrochenen Liebe ergießen, sich ewig um sich selbst drehen bis sie schwindlig am Boden liegen. Nein, er ist anders. Er redet zu uns. Manchmal simpel, manchmal poetisch, aber immer schön. Gedankenvoll.



Stuck in reflections, it's getting late
Same hopes and fears we can all relate to
Some speak in riddles I speak in rhyme
Making decisions out of time

This tourniquet tries to restrict the flow
Of all the truths that you should know
My acid tongue and your sense of wit
Don't let society restrict

A quick verse for the underrated
Don't let the pressures get you down
Keep singing out, keep singing loud

So wie er da steht, diese Worte auf den Lippen, in seinem pinkfarbenen Polo-Shirt, die Gitarre umgehängt, ein ganzes Orchester in der Laptop-Tasche, unter der verblichenen Stuck-Fassade der Prinzenbar bin ich mir plötzlich sicher, ich sehe in seinem Schatten die Geister der hundert Generationen von Barden vor ihm.

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