2008/08/22

Dark Night

Ich lief durch die dunklen, regennassen Straßen nach hause. Die Lichter der Ampeln und Laternen am Rande der menschenleeren Straßen waren nichts als Nebel in der warmen, feuchten Luft. Sie funkelte diffus, verschwammen in der Dunkelheit, spielte Irrspiele in jeder Pfütze.
Selten gingen Fiktion und Realität so sanft ineinander über wie gestern Nacht als ich von der Spätvorstellung von The Dark Knight heimkehrte. Ich weiß, es ist schon viel über ihn gesprochen, geschrieben, gelesen worden. Kein Bedarf für meine kleinen Worte. Gesagt sei nur: Clockwork Orange ist nichts. Genauso wenig wie Fight Club. Wer von düsterer Gesellschaftskritik am Rande des Wahnsinns reden will soll ab jetzt von The Dark Knight reden. Hier konstruiert jemand eine Welt, die ohne Helden besser dran ist, in der es keinen Unterschied zwischen Chaos und Ordnung, zwischen Gut und Böse, zwischen Schein und Realität gibt. Meine Verbeugung von Christopher Nolan. Solche Geschichten werden selten geschrieben.
...und Jerome Charyn hat recht: Es ist die einzige, wirkliche Comic-Verfilmung.

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