
Ich weiß, ich hab in meinem Freundeskreis schon den Ruf der ewig nörgelnden, hochnäsigen Hamburgerin weg, die sich aus reiner Boshaftigkeit über das Nachtleben anderer Städte lustig macht. Aber es ist nun mal so: Wo man in Hamburg einfach durch die Straßen schlendert, um mal hier und mal dort gemütlich in ein Sofa zu sinken und ein Astra zu trinken, gestaltet sich ein Pub-Crawl in anderen Städten ein bisschen schwieriger.
So wagten Krissi und ich uns bei meinem letz-wochenendigen Düsseldorf Besuch auf Safari durch das letzte bisschen alternativen Lebensraum in der Hochglanz-Hochburg am Rhein, und stürzten uns siegessicher in den Stadtteil Düsseldorf-Flingern. Dort angekommen gestaltete sich die Umsetzung unsere ursprüngliche Bar-Hopping-Idee jedoch als etwas komplizierter. Außer dem leuchtketten-verseuchten Che Guevara war keine Kneipe in Sicht. Zwei Büdchen-Bierkauf-Besuche und viele Straßen weiter fanden wir jedoch schließlich eine heiße Spur, die uns über Nierentische und Sixties Sessel schließlich in die Trinkhalle und damit mitten hinein in den geliebten Couch-und-Blümchentapeten-Himmel führte. Eine dunkle, gemütliche Ecke, ein Bier in der Hand und die Strokes aus den Lautsprechern. Beinahe wie zuhause.

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