Ich hätte wohl schon viel früher beginnen müssen mir sorgen um mein Englisch zu machen. Hätte reagieren müssen als noch Hoffnung bestand. Es konnte schließlich nicht gut, nicht gesund sein. Ich steuerte unaufhaltsam in das dunkle Tal linguistischer Peinlichkeit und Schuld daran war eigentlich nur mein Fernseher... Ich mache keinen Hehl daraus, dass sich meine Englischkenntnisse zu großem Teil regelmäßigem Konsum von englischsprachiger Musik und englischsprachigen Filmen verdanken. Nun ist es so, dass es mir vor allem Filme angetan haben, in denen (Pop)Musik eine wichtige Rolle spielt; und einem seltsamen Zufall verdanke ich es wohl, dass jene meine Lieblingsfilme allesamt in einer bestimmten Popmusik-Epoche verortet sind: Den Siebzigern. Allesamt. Almost Famous. Lords Of Dogtown. Velvet Goldmine. Filme bei denen ich teilweise die Dialoge mitsprechen kann...
Kann es angesichts dieser bedenklich veralteten, nostalgischen Tendenz gesund sein, dass meine neuste Film und Fernseh-Leidenschaft ausgerechnet die – natürlich in den Siebzigern spielende – BBC Serie Life On Mars ist? Was passiert mit jenem heiligen, reinen, Gott- bzw. Shakespeare-gegebenen Oxfort-Englisch wenn es stundenlangem „Can you dig it?“, „freak-out“ und „foxy mama“ ausgesetzt ist? Was wird aus „What light through yonder window breaks?“ und „ Is this a dagger which I see before me.“ ...?
Zuerst war es ein schleichender Prozess. Ein kleines „bitchin“ hier ein unauffälliges „funky“ oder „boogie“ da... nichts Beunruhigendes. Und dann passiert es. Völlig unverhofft rutscht es raus, das ständige „gnarly!“ das unaufhaltsame „Peace, dude.“, das unkontrollierbare „far-out!“. Es ist schon zu spät. Gefangen in den Siebzigern.

2 comments:
Hey, cooles neues Layout! Gefält mir.
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