Ich weiß, die weniger internetverrückten Menschen unter meinen Lesern werden an dieser Stelle mit den Schultern zucken und ein Interesse-heuchelndes „aha“ ausstoßen. Meine Begeisterung für solch nutzlose Hochglanz-Spielzeuge ist jedoch (wie schon die Tatsache, dass ich darüber einen Blogeintrag schreibe bestätigt) schier unermesslich. Wäre ich ein Mann wäre es sozusagen der Ferrari unter den Web-Widgets.
Aber keine Angst, an dieser Stelle soll es nicht nur um schöne Blog-Innenausstattung gehen. Ich wollte die gegebenen bloginternen Neuerungen zum Anlass nehmen über Dinge von größere Bedeutung zu reden: Web-Radios.


Die westliche Welt ist in zwei Lager zerstritten. Die Schützengräben sind gezogen, die Fronten gesteckt:
Für den unvorbelasteten, ahnungslosen Leser sei hier kurz gesagt, dass es sich bei diesen beiden Webradios um ganz besondere Programme handelt: Es sind Programme, die wissen was der Hörer mag. Wie genau das geht und was die Vor- und Nachteile beider Radiosender sind wurde webweit lang und breit diskutiert, weswegen ich mich an dieser Stelle darüber nicht groß auslassen werde. Einen guten Vergleich mit allen Erklärungen (auf Englisch) gibt’s zum Beispiel
Als Musikwissenschaftler hatte ich natürlich von Natur aus eine besondere Begeisterung für Pandora, da dort die Songs tatsächlich wissenschaftlich analysiert und kategorisiert werden, was bei Last.fm nicht der Fall ist. Dort funktioniert die Kategorisierung von Musik allein über eine riesige Datenbank, die sich merkt wer welche Songs gehört und für gut befunden hat. So ähnlich also, wie beim bekannten amazon-ischen „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben auch gekauft: ...“ System. Seit Mai hat sich allerdings für uns arme Deutsche (oder besser Nicht-US-Amerikaner) die Entscheidung zwischen Last.fm und Pandora erledigt. Pandora hat uns aus Lizenzgründen des Hauses verwiesen.
Da stand ich also. Draußen in der Kälte. Pandora-los. Schließlich kam was kommen musste: Ich wurde zum Überläufer. Woran

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