Wer diesen Blog verfolgt wird schon an zahlreichen Stellen verbitterte Kommentare zum Thema „Vorbands“ gehört haben. Meine Meinung über offensichtlich taube und gedankenlose Booker war in Stein gemeißelt. – Und dann begann dieser Stein plötzlich zu bröckeln...
Als Konzertbesucher hat man sich mit der leidigen, unendlich langen und viel zu lauten Stunde vor dem Auftreten der Hauptband irgendwie arrangiert. Man trägt sie mit Fassung: die motivierten aber talentlosen deutschen New Comer Bands mit hässlichem Akzent oder die hyperaktiven Möchtegern-Rock’n’Roller ohne Sinn für Gitarrenstimmung. Man hört so gut es geht weg, versucht sich anderweitig zu unterhalten und nicht zu sehr darüber nachzudenken was man mit dieser Zeit eigentlich hätte tun können.
Und dann kommt so etwas.
Blood Red Shoes als Vorgruppe von Maximo Park! Wow! An solch wunderbare Fügung hatte man nicht mehr geglaubt. Einmal eine Vorband, die zum Hauptact passt. Sogar eine, die selbst ein Konzert wert ist! Und zu meiner Überraschung war ich nicht der einzige die sich über die beiden netten sympathischen Musiker aus Brighton freute. Der Saal war begeistert! Sie tanzten mit, jubelten, klatschten.
Aber man muss auch zugeben: dafür sind die Songs von Blood Red Shoes gemacht. Sie reißen mit, setzen in Bewegung.
Gut, man muss auch zugeben, dass Laura-Mary zu Beginn des Konzerts verlauten ließ „Hi, we’re from England!“ – damit hatten sie natürlich schon gewonnen.

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